Was ist Forex?

"Forex, oder auch FX genannt, ist die Kurzfassung für Foreign Exchange, was soviel bedeutet wie Währungs- oder Devisentausch. Dabei werden vereinfacht gesagt Devisen (= auf Fremdwährung lautende ausländische Zahlungsmittel) zwischen Marktteilnehmern gewechselt bzw. gehandelt."

Forex lernen

Forex lernen leicht gemacht. Mit dem Forex.de wird Ihnen der Einstieg in die Welt von Forex Trading leicht gemacht. Wenn Sie zum Forex lernen unsere einfachen Schritte befolgen, werden Sie den Einstieg in die Forex Trading Welt professionell bewältigen. Setzen Sie sich Ziele, testen Sie Strategien im Demokonto und dokumentieren sowie analysieren Sie Ihre Forex Trades, so dass Ihnen kein Erfolg Detail entgeht! Das Wichtigste ist, sich an seine eigenen Regeln zu halten und Gefühle so gut es geht auszublenden.

1. Die Forex Grundlagen lernen

HandyBevor Sie mit dem Forex Trading beginnen, müssen Sie die Grundlagen von Forex lernen. Oder würden Sie ohne die Verkehrsregeln zu kennen in ein Auto steigen und einfach darauf losfahren? Nichts geht ohne ein gewisses Basiswissen und Grundverständnis.

Was Forex ist, erklären wir Ihnen ganz simpel in unserem Forex Video . Kurz gesagt ist Forex das Traden mit Devisen bzw. Währungen. Dabei setzt man darauf, ob ein Währungskurs gegenüber einem anderen steigt oder fällt. Dabei wirken sich viele Faktoren auf die Währungskurse aus und beeinflussen diese.

Zusätzlich empfehlen wir Ihnen sich die wichtigsten und gängigsten Forex Begriffe zu Gemüte zu führen. Dabei erfahren Sie was Währungspaare, was ein Pip oder ein Lot ist und was einen guten Broker ausmacht. Auf jeden Fall müssen sie noch lernen, was ein Margin, ein Hebel, der Stop-Loss und der Take Profit sind.

Mit diesem Basiswissen wird Ihnen der Einstieg in die Welt von Forex spielend leicht fallen. So macht Forex lernen nicht nur Spaß, sondern weckt auch die Trading-Lust in Ihnen.

2. Den richtigen Forex Broker finden

Die Wahl des richtigen Forex Brokers ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg beim Traden. Hierbei sollten Sie nichts überstürzen, denn durch die Vielzahl der Anbieter, ist es oft sehr schwierig eine schnelle Wahl zu treffen.

Ausschlaggebend ist

  • das Handelsangebot,
  • die Handelsplattform,
  • die Höhe der Gebühren,
  • der Kundenservice

aber vor allem auch die Seriosität und Sicherheit des Forex Brokers.

3.  Eröffnen Sie ein Forex Demokonto

Nachdem Sie die Forex Grundlagen erlernt und Ihren Forex Broker gefunden haben, eröffnen Sie ein Demokonto. Dort können Sie sich nicht nur mit den Forex Brokern und Programmen vertraut machen, sondern auch ohne Risiko das Forex Traden erlernen. Jedoch bietet nicht jeder Broker ein kostenloses Demokonto. Deshalb sollten Sie noch einmal bei unserem Brokertest nachlesen, welcher Forex Broker Ihnen diese Möglichkeit bietet.

Mit einem Demokonto können Sie Ihre Forex Strategy verfeinern, unterschiedliche Forex Strategies austesten und somit ohne Risiko Forex lernen. Doch nicht nur zum Erlernen des Tradings ist ein Demokonto hilfreich. Denn auch, wenn Sie bereits mit echtem Geld traden, können Sie neue Strategien im Demokonto ausprobieren und danach auf das Realkonto anwenden. Somit können Sie Ihr Forex Trading stätig weiter verbessern.

4. Finden Sie Ihre Forex Strategy

Jeder Forex Trader muss für sich selbst die richtige Forex Strategy finden. Dabei können Lehrbücher, Broker, Programme und Zeitschriften bei der Suche behilflich sein. Doch nur Sie selbst können herausfinden, welche Forex Strategy zu Ihnen und Ihrem Stil passt.

Wenn Sie einmal Ihre Forex Strategy gefunden haben, bleiben Sie auch dabei. Viele Trader bekommen nach den ersten Verlusten ein schlechtes Bauchgefühl. Deswegen ändern Sie Ihre Strategien, greifen in laufende Trades ein und machen unüberlegte Aktionen. So hart es klingen mag, aber ,,Gefühle“ sind keine Trading Strategy und haben in der Welt des Forex Trading nichts verloren. Immerhin haben Sie Ihre Forex Trading Strategy aufgrund von auswertbaren und statistischen Gründen gewählt. Demnach sollten Sie auch in schlechten Zeiten darauf vertrauen.

Wie bereits oben erwähnt ist ein Demokonto zum Testen und Verfeinern Ihrer Forex Strategy sehr hilfreich. Schließlich sollten Sie erst mit echtem Geld traden, wenn Sie sich sicher sind, dass Ihre Forex Strategy gut ist. Denn auch in der Forex-Trading-Welt gilt: „Übung macht den Meister!“

5. Finger weg von Exoten

Forex Trading Anfänger sollten zu Beginn die Finger von Trades mit exotischen Währungspaaren lassen. Da die Währungskurse der Exoten oft großen Schwankungen unterliegen und auch die Spreads meist sehr hoch sind, sind Trades mit Exoten eher etwas für erfahrene Forex Trader.

Beschränken Sie sich lieber auf die Hauptwährungspaare – die Majors. Die Trades mit diesen Währungspaaren haben oftmals niedrigere Spreads und die Kurse sind meist nicht so stark schwankend wie bei den Exoten. Man kann also sagen, dass Trades mit Majors der ideale Start in die Forex-Trading-Welt sind.

6. Dokumentation und Analyse

Zwei der wichtigsten Schritte um erfolgreich zu Traden sind die Dokumentation und Analyse Ihrer Trades. Jeder einzelne Trade muss dokumentiert und analysiert werden, um herauszufinden, warum er erfolgreich war oder warum eben nicht. Legen Sie sich Fragen zurecht, welche Sie zu jedem abgeschlossenen Forex Trade beantworten. Diese Fragen könnten zum Beispiel lauten:

  • Welche Forex Signals haben mich veranlasst den Trade zu diesem Zeitpunkt zu tätigen?
  • Habe ich meinen Plan während des Trades verändert?
  • Warum habe ich den Plan geändert?
  • Was mache ich beim nächsten Mal genauso?
  • Was mache ich beim nächsten Mal anders?
  • Wann hätte ich meinen Stopp-Loss oder Take-Profit anpassen können?
  • Wie haben sich Nachrichten auf die Währungskurse ausgewirkt und habe ich diese richtig gedeutet?

Wenn Sie einmal ein Dokumentations- und Analysesystem für sich gefunden haben sollten Sie, besser gesagt müssen Sie, dieses System bei jedem Forex Trade anwenden. Dabei spielt es keine Rolle ob Sie mit dem Trade einen Gewinn oder Verlust gemacht haben. Denn wie heißt es so schön: „Aus Fehlern lernt man!“ Und natürlich gilt dies auch für das Forex lernen!

7. Seien Sie ständig auf dem neuesten Stand

Die Forex-Trading-Welt ist sehr schnelllebig. Dabei steuern viele unterschiedliche Einflüsse die Währungskurse und verändern diese. Politische Nachrichten haben zum Beispiel Einflüsse auf die Währungskurse ihrer Länder. Jede Aussage oder Handlung eines Präsidenten wird auf die Waagschale gelegt und verursacht Schwankungen in den Währungskursen.

Daher ist es für Forex Trader von großer Wichtigkeit stets auf dem neuesten Stand zu sein. Viele Forex Broker stellen Ihnen relevante Informationen zur Verfügung, welche als Forex Signals dienen. Doch solange Sie die Nachrichtenwelt und Ihre Trades ständig im Auge behalten, können Sie schnell auf erwartete und unerwartete Nachrichten eingehen und Änderungen an Ihren Trades vornehmen.

8. Planen Sie Ihre Tag und setzen Sie sich Ziele

Auch beim Forex Trading geht nichts ohne einen durchdachten Plan. Je strukturierter Sie arbeiten, desto höher werden Ihre Erfolgschancen beim Forex Trading sein. Dabei ist es sehr wichtig, den Plan auch strikt einzuhalten. Denn was hilft ein guter Plan, wenn man diesen nicht anwendet?

In Ihrer Tagesplanung dürfen Pausen nicht fehlen! Entfernen Sie sich von Ihrem Computer und kochen Sie sich was Leckeres, oder gehen Sie an die frische Luft. Wenn Sie zulange in der nervenaufreibenden Welt des Forex Tradings sind, müssen Sie auch einmal abschalten können. Lösen Sie Ihre Gedanken von der Forex-Trading-Welt und tanken Sie wieder Energie. Legen Sie sich Grenzen fest, wie viele Stunden am Tag Sie Traden. Als absolute Obergrenze sollten 9 Stunden am Tag dienen.

Machen Sie auch Pausen nach jedem Trade, um wieder runter zu kommen. Jeder erfolgreiche und negative Trade löst Emotionen in einem aus. Das heißt, wenn Sie direkt nach einem Forex Trade den nächsten durchführen, werden Sie von Ihren Gefühlen beeinflusst. Dadurch entsteht die Gefahr des Overtradings und großer Verluste.

Deshalb ist es auch sinnvoll Tages- und Wochenziele für das Forex Trading festzusetzen. Richten Sie Ihren Plan danach aus und halten Sie Ihre eigenen Regeln ein. Ein Tagesziel könnte zum Beispiel sein, nach 3 erfolgreichen / 2 negativen Trades den Trading Tag zu beenden. Wochenziele hingegen können sein, dass Sie sich eine Verlust- und Gewinngrenze setzen.

Forex Deutschland: die wichtigsten Forex Begriffe

Wenn man sich mit Forex-Trading beschäftigt, bekommt man des Öfteren Fachbegriffe zu Gesicht, die ohne weitere Definition nicht verständlich sind. Für diesen Fall haben wir Ihnen einen Ratgeber erstellt, der sich mit den wichtigsten Begriffen rund um das Thema Forex-Trading beschäftigt. Wenn Ihnen ein Begriff nicht geläufig ist, können Sie einfach hier nachschlagen und haben alles auf einen Blick parat.

Währungspaar

Ein Währungspaar ist die Gegenüberstellung zweier Währungskurse. Dabei wird immer angenommen, dass man eine Geldeinheit vom Basiswert, der erstgeschriebenen, besitzt und wieviel man dafür von der Kurswährung, der zweitgeschriebenen, bekommt. Bei einem Währungspaar von EUR/USD 1,2000, bekommt man für einen Euro (der Basiswährung) insgesamt 1,2000 US-Dollar (der Kurswährung). Daher ist das Währungspaar immer in der Währung der Kurswährung angegeben. So ist der Wert des Währungspaares EUR/USD in USD angegeben. 

Die wichtigsten Währungspaare

Die wichtigsten und auch meistgehandelten Währungspaare sind ausschließlich mit dem US-Dollar verbunden. Dabei ist die klare Nummer eins das Währungspaar EUR/USD. Jedes Währungspaar hat in der Forex-Sprachwelt den Namen EURO bekommen. Hier listen wir Ihnen die wichtigsten Währungspaare samt dem Fachausdrücken auf:

Währungspaar

Fachausdruck

EUR/USD

Euro

GBP/USD

Cable

USD/CHF

Swissy

USD/JPY

Yen

AUD/USD

Aussie

NZD/USD

Kiwi

USD/CAD

Loonie

Abkürzungen für die wichtigsten Währungen

  • der US-Dollar (USD)
  • der Euro (EUR)
  • das britische Pfund (GBP)
  • der Schweizer Franken (CHF)
  • der kanadische Dollar (CAD)
  • der australische Dollar (AUD)
  • der neuseeländische Dollar (NZD)
  • und der japanische Yen (JPY)
Währungskreuze

Ein Währungskreuz ist ein Währungspaar, welches aus den wichtigsten Währungen besteht, jedoch nicht den US-Dollar beinhaltet. Diese Währungskreuze werden zwar nicht so oft getradet wie die oben genannten Währungspaare, spielen aber dennoch eine wichtige Rolle auf dem Finanzmarkt.

Majors & Minors

Oftmals werden Ihnen die Begriffe Majors und Minors beim Forex Trading unterkommen. Dabei werden unter Majors die wichtigsten Währungen zusammengefasst - man spricht also von den Hauptwährungspaaren.


Minors hingegen sind jene Währungen, welche nicht in dieser Häufigkeit und Größe gehandelt werden und dadurch nur einen kleineren Bereich des Devisenmarktes einnehmen (Nebenwährungspaare). Bekannte Währungen sind hier der Mexikanische Peso (MXN), der Südafrikanische Rand (ZAR) oder der Russische Rubel (RBL).


Forex Anfänger sollten sich am Beginn eher mit Majors traden. Da die Währungskurse der Minors üblicherweise größeren Schwankungen unterliegen, sollten damit nur Experten traden.

Ask und Bid

Der Forex Broker stellt mit dem Ask- und dem Bid-Kurs zwei Preise für ein Währungspaar dar. Der Ask-Kurs ist der Verkaufskurs und somit der Preis, den ein Trader erzielen will, wenn er seine Währung verkauft. Dies ist also der bestmögliche Preis, zu dem Sie aktuell eine Währung kaufen können. Der Ask-Preis wird auch als Briefkurs, Buy Price oder Offer Price bezeichnet.

Der Bid-Kurs ist das Gegenstück zum Ask-Kurs und beschreibt den Preis, den Sie für den Verkauf einer Währung erzielen können. Der Bid-Kurs wird auch als Geldkurs oder Sell Price bezeichnet und ist immer niedriger als der Ask-Kurs.

Spread

Als Spread bezeichnet man die Differenz zwischen Ask- und Bid-Kurs. Bei einem Währungshandel erhält der Broker diese Differenz als Entlohnung für seine Arbeit. Der Käufer zahlt den Ask-Kurs, der Verkäufer erhält den Bid-Kurs und der Broker begnügt sich mit dem Spread. Der Spread wird grundsätzlich in Pips angegeben. Nicht alle Broker arbeiten mit einem fixen Spread, da dieser auch von der Liquidität des Marktes abhängt.

Pips

Die kleinste gemessene Änderung des Kurses von einem Währungspaar wird in Pips dargestellt. Pip ist die Abkürzung für percentage in point. In der Regel handelt es sich um die vierte Nachkommastelle des Kurses. Kauft man zum Beispiel EUR/USD für 1,1101 $ und verkauft für 1,1105, hat man bei diesem Trade 4 Pips Gewinn erzielt. Bei Währungspaaren mit dem Japanischen Yen (JPY) wird übrigens bereits die zweite Nachkommastelle als Pip bezeichnet, weil der Yen im Vergleich zu anderen Währungen wenig wert ist.

Lot

Das Handelsvolumen beim Forex-Handel wird in Lot angegeben. Ein Standard-Lot sind dabei 100.000 Einheiten einer Währung. In der Vergangenheit war es nur möglich, Währungen in Standard-Lots zu handeln. Mittlerweile haben die Broker das Volumen durch Mini-, Micro- sowie Nano-Lots erweitert. Diese haben ein Volumen von 10.000, 1.000 sowie 100 Einheiten der Währung. Das große Volumen ist beim Währungshandel aufgrund der geringen Kursänderungen um nur wenige Pips notwendig. Wer am Anfang Vorsicht walten lassen will, nutzt die kleinen Handelsvolumina.

Hebel

Die Hebelwirkung ist im Devisenhandel sehr wichtig, da sonst die Gewinne sehr gering wären. Bei einem Hebelvon 100:1 muss der Trader nur ein Prozent der eigentlichen Handelssumme zur Deckung der Verluste bereitstellen. Den restlichen Betrag übernimmt der Broker. Der Trader hat nur eine Sicherheitsleistung zu hinterlegen, die sogenannte Margin. Diese ist je nach Größe des Hebels unterschiedlich hoch. Die gängigen Hebel, mit denen Broker arbeiten, gehen bis zu 400:1.

Dabei ist es aber wichtig zu verstehen, dass nicht nur die Gewinne, sondern auch die Verluste durch die Hebelwirkung stark vergrößert werden. Bei kleinen Kursveränderungen hat dies in der Regel nur kleine Verluste zur Folge, bei großen Kurssprüngen hingegen können die Verluste stark anwachsen.

Handelt man hingegen ohne Hebel, liegen die Gewinne oder Verluste im Cent-Bereich, da bereits eine Kursveränderung von einigen wenigen Pips Kauf- und Verkaufsentscheidungen hervorruft. Der Hebel wird im Englischen als Leverage bezeichnet.

Margin

Die Margin ist die zu erbringende Sicherheit für einen Trade und daher quasi der Einsatz, den man für einen Trade benötigt. Die Margin ergibt sich aus dem Hebel und umgekehrt. Liegt der Hebel bei 100:1, beträgt die Margin 1 Prozent, d.h. man muss beim Abschluss des Handels 1 Prozent des Handelsvolumens über das Trading-Konto abdecken. Entsprechend liegt die Margin bei 5 Prozent, wenn der Hebel 20:1 ist, und bei 0,5 Prozent, wenn der Hebel 200:1 ist.

Margin Call

Sind offene Positionen auf dem Konto des Traders vorhanden und es entsteht ein Verlust, der auch die Margin erschöpft hat, kann der Broker den Margin Call ausrufen. Der Trader muss daraufhin sein Guthaben wieder aufstocken, ansonsten werden die Positionen geschlossen und etwaige Gewinne können nicht mehr generiert werden.

Market Order (Market Execution)

Führt man eine Transaktion als Market Order aus, wird diese sofort zum Bid- oder Ask-Kurs ausgeführt. Es bestehen keine Beschränkungen hinsichtlich der Kurse, so dass immer der aktuelle Kurs die Grundlage bietet. Im Vergleich zur Limit Order ist dies mit einem Nachteil verbunden: Kommt es während der Eingabe zu einer kurzfristigen Wende in der Kursentwicklung, können Trades, die eben noch lukrativ waren, zu Verlusten führen. Eine Limit Order ist also die sichere Variante.

Limit Order (Pending Order)

Bei der Limit Order wird eine Transaktion erst ausgeführt, wenn beim Kauf eine bestimmte Obergrenze unterschritten bzw. beim Verkauf eine bestimmte Untergrenze überschritten wurde. Diese Grenzen müssen bei der Abgabe der Order genauso wie der Zeitraum, in dem die Order ausgeführt werden soll, angegeben werden.

Buy Limit Order

Eine Buy Limit Order führt einen Kauf aus, wenn der Kurs unterhalb des ausgewählten Höchstkurses liegt. Man wartet somit auf einen besseren als den aktuellen Marktpreis, muss dafür aber nicht zwingend den Kursverlauf jede Sekunde im Auge behalten. Die Order wird bei Erreichen des Limits automatisch ausgeführt. Eine Buy Limit Order eignet sich vor allem für den Kauf an Unterstützungen.

Sell Limit Order

Die Sell Limit Order (short) ist das Gegenstück zur Buy Limit Order (long). Sie wird ausgelöst, wenn der Kursverlauf einen voreingestellten Preis überschreitet. Eine Sell Limit Order eignet sich vor allem für den Verkauf an Widerständen.

Buy Stop Order

Bei der Buy Stop Order geht man wieder von steigenden Kursen aus, wartet aber noch mit dem Einstieg. Es wird ein bestimmtes Kursniveau oberhalb des aktuellen Kurses gewählt. Wird dieses Niveau erreicht, wird die Order ausgeführt und man geht long. Diese Art der Order wird von Tradern aber relativ selten verwendet.

Sell Stop Order

Mit der Sell Stop Order legt man ein Kursniveau fest, das unter dem aktuellen Marktpreis liegt. Wird dieses Niveau erreicht, wird die Order ausgeführt und man geht short. Diese Order-Art wird genutzt, wenn man mit weiterhin sinkenden Kursen rechnet, sobald eine Währung auf einen bestimmten Kurs gefallen ist.

Stop Loss

Mit einem Stop Loss wird ein Kurslimit festgelegt, bei dem eine offene Position automatisch geschlossen wird. Somit dient der Stop Loss der Absicherung gegen höhere Verluste. Bereits während der Abgabe der Order kann man zu jeder Position einen Stop Loss setzen.

Kommt es zu starken Kursveränderungen in kurzer Zeit, kann die Ausführung der Order auch zu einem anderen Kurs als der vorher bestimmten geschehen. Das liegt daran, dass die Order mit dem nächsten verfügbaren Kurs ausgeführt wird. Bewegt sich der Markt sehr schnell, man spricht in so einem Fall auch von „durchschießen“, kann es sein, dass der nächste verfügbare Kurs schlechter ist als der eigentliche Stop Loss. Auch über das Wochenende offene Positionen haben dadurch ein erhöhtes Risiko.

Trailing Stop

Ein Verfahren zur Risikobegrenzung ist das Setzen eines Stop Loss. Entwickelt sich der Kurs wie gewünscht, ist es üblich, den Stop Loss auf den Break-Even-Point zu verschieben, so dass man den Trade zumindest ohne Verlust beendet. Mit einem Trailing Stop kann man dieses Verfahren automatisieren. Die Stop Loss Order wird dann erstellt, wenn der Gewinn gleich oder höher ist als der eingestellte Wert. Dabei „verfolgt“ das neue Stop-Loss-Niveau den Preis, so dass man eine lukrativere Art der Absicherung erhält.

Take Profit

Take Profit ist der Gegenpart zum Stop Loss und er ermöglicht die Gewinnmitnahme, wenn ein vorher definiertes Kursziel erreicht wird. Sobald der Kurs den Take-Profit-Wert erreicht, wird die Position automatisch geschlossen. Den Take-Profit-Wert kann man bereits während der Order einstellen.

Iceberg Order

Bei einer Iceberg Order ist das tatsächliche Volumen vor den anderen Marktteilnehmern verborgen. Nur ein kleiner Teil, die Spitze des Eisbergs, ist davon ersichtlich. Grundsätzlich institutionelle Anleger wie Banken und Versicherungen nutzen Iceberg Orders, um die Gefahr starker Kursbewegungen zu minimieren. Auch können große Handelsvolumina die anderen Marktteilnehmer beeinflussen.

Hidden Order

Eine Hidden Order geht einen Schritt weiter als die Iceberg Order. Hier wird die Order komplett vor den anderen Marktteilnehmern versteckt und weder in den Marktdaten noch im Orderbuch erkennbar. Hidden Orders müssen ein bestimmtes Mindestordervolumen erfüllen, welches durch die ESMA (European Securities and Markets Authority) festgelegt wird. Dabei haben sie jedoch eine geringere Priorität als eine sichtbare Order. Bei gleichem Preislimit werden also zuerst die sichtbaren Orders ausgeführt.

Position eröffnen/schließen

Eine Position zu eröffnen bedeutet, dass man ein oder mehrere Lots kauft bzw. verkauft. Eröffnet man eine Position, ist dies mit dem Einstieg in den Markt verbunden. Dafür nutzt man eine Order, die quasi als Anweisung für den Broker dient. Wird die Position durch den Verkauf der long-Position oder den Kauf der short-Position wieder geschlossen, verlässt man den Markt wieder. Als Synonym für das Schließen einer Position gilt auch glattstellen.

Long/short gehen

„Long gehen“ bedeutet an der Börse, dass man ein Finanzprodukt kauft, „short gehen“ bedeutet, dass man es verkauft. Gleiches gilt auch für den Devisenhandel. Hier kann man von steigenden Kursen, aber eben auch von fallenden profitieren. Rechnet man mit steigenden Kursen, geht man long und kauft die entsprechende Währung. Hat man sein Kursziel erreicht, verkauft man sie wieder.

Rechnet man nun aber mit sinkenden Kursen, geht man short und verkauft zunächst die Währung. Dabei ist es unerheblich, dass man keine Einheiten dieser Währung besitzt, den Verkauf übernimmt der Broker. Nach dem Schließen der Position muss man die Währung jedoch vom Broker „zurückkaufen“.

Hier ist zu bedenken, dass man beim Devisenhandel immer short und long geht. Das liegt daran, weil Währungen immer in Paaren gehandelt werden. Kauft man also beispielsweise US-Dollar und bezahlt in Britischen Pfund, geht man long auf GBP/USD. Dabei geht man gleichzeitig short auf Britische Pfund, da man ja quasi mit ihnen die US-Dollar bezahlt. Auf GBP/USD long zu gehen ist also das Gleiche wie auf USD/GBP short zu gehen.

Basiswährung/ Kurswährung

Währungen werden am Devisenmarkt immer als Währungspaare gehandelt. Während die erste Währung aus einem Währungspaar Basiswährung genannt wird, wird die zweite Währung als Kurswährung bezeichnet. Die englischen Begriffe dafür sind base currency (Basiswährung) und quote currency (Kurswährung). Dabei ist die Basiswährung die Währung, die Sie kaufen, und die Kurswährung ist die, in der Sie bezahlen.

Wenn man beispielsweise beim Währungspaar EUR/USD long geht, kauft man Euro und bezahlt mit US-Dollar. Der Kurs beschreibt dabei den Kaufpreis in Dollar für einen Euro.

Cross Currencies

Beim Devisenhandel nehmen Währungspaare mit US-Dollar das größte Handelsvolumen auf. Bei mehr als 80 Prozent aller Handelsaktivitäten am Devisenmarkt ist der US-Dollar beteiligt. Natürlich gibt es noch andere Währungspaare wie EUR/GBP oder GBP/JPY. Diese Währungspaare, bei denen der US-Dollar nicht beteiligt ist, werden als Cross Currencies bezeichnet. Die Liquidität und das Handelsvolumen ist bei den Cross Currencies geringer. Aufgrund der schlechteren Handelbarkeit ist der Spread bei solchen Währungspaaren in der Regel etwas höher.

Unterstützungen und Widerstände

In der Chartanalyse spricht man von Widerständen und Unterstützungen, um Kursverläufe zu beschreiben. Wenn ein Kurs in einem Aufwärtstrend einen bestimmten Kursstand häufiger nicht überschreiten kann, spricht man von einem Widerstand. Der Kurs „prallt“ sozusagen immer wieder nach unten ab. Gelingt der Sprung über den Widerstand dann doch, ist dies ein Signal für den Trader zum Kauf.

Dieser durchbrochene Widerstand wird daraufhin zur neuen Unterstützung. Eine Unterstützung ist wie der Widerstand eine scheinbare Barriere, die der Kurs nicht ohne Weiteres durchbrechen kann. Dabei ist die Unterstützung natürlich der Gegenpart zum Widerstand und wird nicht nach unten durchbrochen, so dass der Kurs immer wieder nach oben „abprallt“. Genau wie beim Widerstand kehrt sich auch nach dem Durchbruch einer Unterstützung dessen Funktion um und sie wird zum Widerstand.

Unterstützungen und Widerstände eignen sich sehr gut, um Einstiegs- und Ausstiegspunkte, auch Entry- und Exit-Punkte genannt, zu finden. Das heißt, allein auf der Grundlage des Charts können Trader ohne weitere Hilfsmittel bereits Handelsentscheidungen treffen. Die Unterstützungen und Widerstände können Aufschluss über die künftige Kursentwicklung geben. Dabei ist zu beachten, dass, je größer der betrachtete Zeitraum ist, desto wichtiger werden die Unterstützungs- und Widerstandslevel.

Handelszeiten

Mit Devisen wird weltweit gehandelt und weil sich die Börsenzeiten der großen Börsen überschneiden, ist es sogar möglich, rund um die Uhr mit Währungen zu handeln. Nur am Wochenende haben alle Börsen geschlossen.

In Deutschland kann man bereits ab Sonntagabend um 23 Uhr (GMT+1) mit dem Traden beginnen, weil es dann nach australischer Zeit 9 Uhr am Montag ist und die Börse in Sydney öffnet. Danach öffnen dann auch die Börsen in Tokio (Start um 1 Uhr GMT+1), Hongkong und Moskau, bevor dann in London und Frankfurt um 9 Uhr begonnen wird. In New York öffnet sich der Markt um 15 Uhr.

Wichtig sind die Handelszeiten, um zu wissen, wann auf dem Markt reges Treiben herrscht. Im Forex-Handel versucht man die Volatilität zu seinem Vorteil zu nutzen, das heißt, man versucht, aus den Schwankungen der Währungskurse Gewinne zu generieren. Dies ist besonders bei einem hohen Handelsvolumen gegeben.

Wenn sich nun wichtige Handelsplätze überschneiden, führt das zu einem Anstieg der Handelsaktivitäten. Wenn die Börsen in Europa öffnen, ist mit einer erhöhten Trading-Aktivität zu rechnen, weil die Marktteilnehmer auf die Nachrichten des letzten Tages und die Umstände auf den asiatischen Märkten reagieren.

Das größte Handelsvolumen tritt meist zwischen 15 und 17 Uhr (GMT+1) auf, da sich hier die Handelszeiten der drei großen Börsen Frankfurt, London und New York überschneiden. Sie haben aber dennoch rund um die Uhr die Möglichkeit, mit dem Devisenhandel Gewinne einzufahren.

Wer gerne nachts arbeitet und die Gegebenheiten auf dem ruhigeren asiatischen Markt nutzen möchte, kann unter dem Begriff Scalping eine Strategie entdecken, die von kleinen Kursbewegungen profitiert.

Das größte Handelsvolumen wird übrigens in London abgewickelt. 37 Prozent des globalen Devisenhandels konnten im Jahr 2016 in London verzeichnet werden, in Frankfurt waren es immerhin noch 20 Prozent. Ob dies auch in Zukunft so sein wird, bleibt ob des Brexits abzuwarten. Da ein Großteil der Bankangestellten aus London umziehen werden, könnte sich der europäische Handel weiter nach Frankfurt verlagern. Einen großen Einfluss auf das Handelsvolumen wird dies aber wahrscheinlich nicht haben.

Scalping

Beim Scalping verfolgt man das Ziel, Positionen nur kurz offen zu halten und kleine, dafür aber viele Gewinne zu generieren. Die Positionen werden dabei bis maximal zwei Minuten offengehalten, oft auch nur wenige Sekunden. Sind die Intervalle länger als zwei Minuten, gilt es nicht mehr als Scalping, sondern als Intraday-Trading. Die Gewinne liegen bei einem bis fünf Pips pro Trade, so dass eine große Anzahl an Positionen und ein großer Hebel erforderlich ist, damit die Strategie lukrativ wird. Auch die Lot-Größe ist hier entscheidend. Mit den Standard-Lots kann man natürlich deutlich höhere Gewinne einfahren, als wenn man mit einem Micro-Lot 1 Pip Plus macht.

Allerdings ist diese Strategie nicht unbedingt für Anfänger geeignet. Da mit einem hohen Hebel und mit den großen Lot-Größen gearbeitet wird, können Laien ihr Handelskapital schnell aufbrauchen. Darüber hinaus erfordert es einiges an Erfahrung, um mit der nervlichen Belastung zurechtzukommen, und einiges an Disziplin, um die Strategie optimal zu verfolgen. Darüber hinaus verwenden „Scalper“, wie die Anwender dieser Strategie auch genannt werden, selten Stop-Loss oder Take-Profit-Funktionen, weil es einfach zu lange dauert, diese zu bestimmen.

Candlestick Charts

Die beliebteste Form der Chartdarstellung unter Tradern ist die Candlestick-Variante. Wie der Name vermuten lässt, werden die Kurse hier in Form von Kerzen dargestellt. Die Kerzen haben dabei zwei unterschiedliche Farben. Je nach Software ist dies meist rot für sinkende Kurse und grün für steigende Kurse. Aber auch schwarze und weiße Darstellungen sind ebenso möglich wie individuelle Einstellungen.

Der unterste Punkt der Kerze zeigt den niedrigsten Kurs an, der in diesem Intervall erreicht wurde, der oberste Punkt zeigt den höchsten Kurs an. Der Kerzenkörper zeigt den Eröffnungs- und Schlusskurs für dieses Intervall. Bei einer „positiven“ Kerze ist der obere Rand des Kerzenkörpers der Schlusskurs und der untere Rand der Eröffnungskurs. Bei einer Kerze, die sinkende Kurse darstellt, ist es logischerweise umgekehrt.

Chance-Risiko-Verhältnis

Das Chance-Risiko-Verhältnis beschreibt den möglichen Gewinn im Verhältnis zum eingesetzten Kapital. Die Chance ist der Betrag, den man mit dem Trade realisieren kann, und das Risiko ist der Einsatz, den man für diesen Trade heranzieht. Wenn man zum Beispiel 20 Euro einsetzt und das Kursziel so setzt, dass man 40 Euro erreichen kann, ist das Chance-Risiko-Verhältnis 40:20 bzw. 2:1.

Risikomanagement

Ein wichtiger Begriff, den viele Trading-Anfänger gerne mal ignorieren, ist das richtige Risikomanagement, auch Geldmanagement genannt. Nicht nur eine gute Strategie ist auf dem Weg zum Erfolg hilfreich, auch eine sinnvolle Verwaltung und Aufteilung des Trading-Kapitals ist dafür von Bedeutung.

Sein Trading-Kapital kann man sich nach unterschiedlichen Methoden einteilen. Als gute Faustregeln für Anfänger gelten folgende Kapitalaufteilungen:

  • Man sollte genug Kapital für mindestens 50 Trades haben.
  • Man sollte nie mehr als 2,5 Prozent seines Kapitals in einen Trade investieren.

Dabei ist es nicht erforderlich, sich haargenau an solche Vorgaben zu halten. Eine Annäherung an solch ein konservatives System ist aber vor allem für Anfänger geeignet, damit die Trading-Karriere nicht nach den ersten Schritten schon wieder vorbei ist. Die Höhe des Gesamtkapitals bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Wer das Risiko mag und über genug Kapital verfügt, das er nicht zum Leben benötigt, kann auch gerne mit einem höheren Grundkapital starten. Anfänger sollten in der Regel jedoch mit ein paar hundert Euro beginnen und pro Trade nur bis zu fünf Euro riskieren.

Return on Investment

Als Return on Investment (ROI) oder Kapitalrendite wird das Verhältnis vom investierten Kapital und dem erzielten Gewinn bezeichnet. Mit dem ROI errechnet man, wie rentabel ein Investment gewesen ist. Bei Forex lässt sich mit dem ROI ermitteln, wie rentabel man in der zurückliegenden Zeit gehandelt hat.

Den ROI kann man beispielsweise für einen einzelnen Trade oder auch für Zeiträume berechnen. Dazu folgende Beispiele:

  • Investiert man in einen Trade 50 Euro und erhält 55 Euro zurück, liegt der ROI bei 10 Prozent.
  • Beginnt man den Monat mit 500 Euro und am Monatsende ist das Trading-Kapital auf 600 Euro angewachsen, beträgt der ROI 20 Prozent.
Fundamentalanalyse

Bei der Fundamentalanalyse werden zahlreiche Wirtschaftsdaten berücksichtigt, um damit Rückschlüsse auf die wirtschaftliche Entwicklung zu schließen. Dazu werden beispielsweise Arbeitsmarktdaten, Produktionskapazitäten, das Verbraucherverhalten und Finanznachrichten betrachtet. Hierdurch wird es möglich, vergangene Kursbewegungen zu erklären und unter Umständen auch zukünftige Bewegungen vorherzusagen.

Die Fundamentalanalyse ist hierbei in erster Linie für mittel- bis langfristige Einschätzungen der Entwicklung hilfreich. Deshalb sind die meisten Trader Verfechter der technischen Analyse. Jedoch gilt auch im Devisenhandel, dass der Wert der Währungen auf den wirtschaftlichen Verhältnissen des Landes bzw. der Region beruht. Verändern sich nun die Wirtschaftsverhältnisse, ändert sich auch der Wert. Jedoch ist es nicht sinnvoll, im Devisenhandel nur auf die Fundamentalanalyse zurückzugreifen.

Andernfalls ist es aber auch nicht empfehlenswert, nur auf die technische Analyse zu bauen. Kurz vor und nach der Bekanntgabe wichtiger Wirtschaftskennzahlen unterliegt auch der Forex-Markt größeren Schwankungen, die von der technischen Analyse weder vorhergesagt noch richtig gedeutet werden können. Der richtige Weg liegt also wie immer irgendwo in der Mitte.

Technische Analyse

Die technische Analyse ist das Gegenstück zur Fundamentalanalyse. Durch die Auswertung von vorangegangenen Kursverläufen sollen zukünftige Preisentwicklungen prognostiziert werden. Daher beruhen auch viele Trading-Strategien auf den Grundlagen der technischen Analyse. Für die Analyse und zum Finden von Einstiegspunkten werden in den Kurscharts technische Indikatoren verwendet.

Die Prognose über eine technische Analyse ist möglich, da die Perioden der Kursentwicklung aus erkennbaren und wiederkehrenden Mustern bestehen. Je nachdem, in welchem Zeitrahmen man handelt, muss die Analyse der Kursentwicklung anders vonstattengehen. Intraday-Trader nutzen beispielsweise Charts mit einem kürzeren Zeitintervall als Wochen-Trader und verwenden andere technische Indikatoren zur Bestätigung ihrer Handelsentscheidungen.

Man darf sich jedoch nicht nur auf die technischen Indikatoren verlassen. Es ist nötig, alle Informationen, also auch die aus der Fundamentalanalyse, in die Handelsentscheidungen einfließen zu lassen. Des Weiteren lassen sich in den Chartverläufen auch Muster ohne technische Indikatoren erkennen. Diese lauten z.B.:

  • Kopf-Schulter-Muster (Head and Shoulders)
  • Double-Top / Double-Bottom
  • Symmetrisches Dreieck, fallendes Dreieck, steigendes Dreieck
Technische Indikatoren

Technische Indikatoren sind Hilfsmittel für die technische Analyse. Sie sind mathematische Formeln und sammeln Informationen aus den zurückliegenden Kursverläufen, um daraus Prognosen abzuleiten. Dabei werden keinerlei wirtschaftliche Kennzahlen wie bei der Fundamentalanalyse genutzt, sondern nur die Informationen aus den Kursverläufen. Technische Indikatoren sind mittlerweile nicht mehr den Profis vorbehalten, sondern können aufgrund der technischen Entwicklung auch von allen privaten Tradern genutzt werden.

Je nach Anbieter oder Trading-Software hat man unterschiedliche technische Indikatoren zur Auswahl. Es gibt insgesamt mehrere hundert oder gar tausende solcher Indikatoren und es kommen stetig neue hinzu. Man muss wahrlich nicht alle kennen, aber mit den Indikatoren, die man bereits genutzt hat oder die man noch nutzen will, sollte man sich gut auskennen. Einige der bekanntesten Indikatoren lauten:

  • Gleitende Durchschnitte (Moving Averages)
  • Bollinger Bänder
  • Relative-Strength-Index (RSI)
Slippage

Wenn man eine Market Order zu einem bestimmten Preis eröffnen möchte, der Broker aber in diesem Moment die Kurse neu quotiert, kann es zu einer Abweichung kommen. Diese Abweichung wird als Slippage bezeichnet. Dabei kommt dieses Phänomen sowohl bei zurückgehender Marktliquidität vor, wenn viele Marktteilnehmer Entwicklungen, z.B. die Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten, abwarten, bevor sie neue Orders abgeben, als auch bei sehr hoher Volatilität. Es kann derweil zu einem negativen als auch zu einem positiven Slippage kommen. Man kann von der Abweichung also auch selbst profitieren, wenn der Broker eine positive Slippage zulässt.

Volatilität

Die Volatilität beschreibt die Schwankungsbreite von Kursen innerhalb eines Zeitraums. Die Kurse von unterschiedlichen Finanzinstrumenten wie Aktien, Währungen oder Rohstoffen unterliegen unterschiedlich starken Schwankungen. Eine hohe Volatilität liegt demnach vor, wenn ein Kurs sehr stark schwankt, was auf dem sehr liquiden Devisenmarkt häufig vorkommt.

Trader nutzen die Volatilität zu ihrem Vorteil und generieren durch sie Gewinne. Aufgrund der Schwankungen sind natürlich auch Verluste möglich, so dass nicht nur die Gewinnchance, sondern auch das Risiko in volatilen, also schwankenden Märkten steigt. Des Weiteren weisen unterschiedliche Währungspaare unterschiedlich starke Schwankungen auf. Je nach Handelsstrategie wird auch eine andere Volatilität benötigt. 

Handelsplattform

Der Zugang des Traders zum Devisenhandel geschieht über die Handelsplattform, auch Trading-Oberfläche genannt. Einige Broker bieten eigene Software an, damit man am Handel teilnehmen kann, andere haben eine Web-Oberfläche. Die bekannteste Software ist der MetaTrader, der von fast allen Brokern unterstützt wird.

Die verschiedenen Plattformen weisen Unterschiede in der Ausstattung auf, wie z.B. die Anzahl der Indikatoren und deren Nutzung sowie die Implementierung von Handelsautomatismen. Natürlich gibt es von vielen Brokern auch eine Handelsplattform für Smartphone und Tablet.

Dealing Desk Broker

Ein Dealing Desk Broker stellt die Kurse selbst gegen seine Kunden und leitet die Order nicht direkt in den Markt. Weil der Dealing Desk Broker jede Kundenorder manuell überprüft, kann es zu sogenannten Re-Quotes kommen. Der Kurs wird neu ermittelt und das kann zum Nachteil des Traders ausfallen. Zur Gewinnerhöhung eröffnen diese Broker häufig eine Gegenposition zur Kundenorder. Im Vergleich zum No-Dealing Desk Broker haben diese Broker jedoch den Vorteil, dass sie in der Regel mit einem fixen Spread arbeiten.

No-Dealing Desk Broker (Non-Dealing Desk, NDD)

Ein Broker, der nach dem No-Dealing-Desk-Prinzip arbeitet, leitet die Aufträge seiner Kunden direkt an den Markt weiter. Diese Broker nehmen also nicht wie ein Dealing Desk Broker den Gegenpart zum Kunden ein, sondern agieren als „echte“ Broker. Dabei verdient diese Art Broker nur am Spread, der je nach Liquidität des Marktes variabel ist.

Dafür sind die Kurse „realer“, weil dieser Broker die tatsächliche Breite des Marktes abdeckt. Außerdem könnte man vermuten, dass No-Dealing Desk Broker fairere Kurse anbieten als Dealing Desk Broker, weil sie nicht den Gegenpart zum Trader darstellen und somit keinen Vorteil aus dem Verlust des Traders ziehen. Nachgewiesen ist dies aber nicht.

Forex Trading Beispiel

Devisenhandel – Beispiel:

Jeder von Ihnen kennt Foreign Exchange oder Devisenhandel bereits. Wer schon einmal in den Urlaub gefahren ist, in dem er nicht mit Euro bezahlen konnte, der musste den Euro in die Landeswährung wechseln. Nehmen wir für unser Beispiel einfach an, dass Sie in die USA gereist sind und US-Dollar benötigt haben. Dann sind Sie vor Reisebeginn zur nächsten Bank gegangen und haben 1000 Euro in Dollar gewechselt. Da der Wechselkurs zu dieser Zeit bei EUR/USD 1,25 gelegen ist, haben Sie für Ihre 1000 Euro 1250 Dollar bekommen.

Danach sind Sie für zwei wunderschöne Wochen nach New York City geflogen. Doch als Sie wieder nach Hause gekommen sind, haben Sie noch genau 125 Dollar in Ihrer Geldtasche gehabt. Jetzt könnte man annehmen, dass wenn Sie zur Bank gehen, Sie wieder genau 100 Euro bekommen sollten. Doch da in dieser Zeit der Kurs des Dollars gegenüber dem Euro angestiegen ist, hat sich auch das Verhältnis EUR/USD geändert. Dieser steht jetzt bei EUR/USD 1,11. Dies bedeutet, dass Sie für einen Euro nicht mehr wie anfangs 1,25 Dollar bekommen, sondern nur mehr 1,11.

Jedoch ist diese Kursentwicklung ein Vorteil für Sie, da Sie mehr Euro für einen US-Dollar bekommen. Anfangs hätten Sie für einen Dollar 0,8 Euro bekommen. Dies lässt sich leicht errechnen, wenn Sie einen Euro durch den damaligen Kurs EUR/USD 1,25 dividieren.

In unserem Fall 1/1,25 = 0,8. Dass bedeutet, dass Sie bei dem ursprünglichen Wechselkurs für einen US-Dollar 0,80 Euro bekommen hätten. Rechnen wir jedoch mit dem aktuellen Kurs, bekommen Sie für einen Dollar genau 0,90 Euro (1/1,11 = 0,90). Rechnet man dies auf Ihre 100 Dollar, die Sie noch in Ihrer Geldtasche haben auf, bekommen Sie von der Bank 90 Euro. Im Endeffekt bedeutet dies, dass Sie durch die Kursänderungen der Währungen ein Plus von 10 Euro gemacht haben.

 

Endlich bereit zum Traden?

Wenn Sie aufmerksam gewesen sind, sollten Ihnen nun die wichtigsten Begriffe aus dem Forex-Trading geläufig sein. Diese bilden nämlich – neben dem grundsätzlichen Verständnis für Währungen und Kursverläufe – die Basis, um nachhaltig am Forex-Markt tätig sein zu können.

Wenn Sie bis hierhin gekommen sind, empfehlen wir Ihnen einen Blick auf unsere anschließenden Ratgeber, die Ihnen weitere wichtige Informationen zum Forex-Trading liefern. Wir wünschen Ihnen nun viel Erfolg auf dem Forex-Markt!

Infografik zum Thema Forex Trading

Infografik: Das sollten Sie über den Forex-Markt wissen! Bildquelle: forex.de

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