Was ist Forex? Alles √ľber Forex Trading in Deutschland

„Forex, oder auch FX genannt, ist die Kurzfassung f√ľr¬†Foreign Exchange, was soviel bedeutet wie¬†W√§hrungs- oder Devisentausch. Dabei werden vereinfacht gesagt Devisen (= auf Fremdw√§hrung lautende ausl√§ndische Zahlungsmittel) zwischen Marktteilnehmern gewechselt bzw. gehandelt.“

Forex lernen: Wie funktioniert Forex Trading?

Forex lernen leicht gemacht. Mit Forex.de wird Ihnen der Einstieg in die Welt von Forex Trading leicht gemacht. Wenn Sie zum Forex lernen unsere einfachen Schritte befolgen, werden Sie den Einstieg in die Forex Trading Welt professionell bew√§ltigen. Setzen Sie sich Ziele, testen Sie Strategien im Demokonto und dokumentieren sowie analysieren Sie Ihre Forex Trades, so dass Ihnen kein Erfolg Detail entgeht! Das Wichtigste ist, sich an seine eigenen Regeln zu halten und Gef√ľhle so gut es geht auszublenden.

1. Die Forex Grundlagen lernen

Handy

Bevor Sie mit dem Forex Trading beginnen, m√ľssen Sie die Grundlagen von Forex lernen. Oder w√ľrden Sie ohne die Verkehrsregeln zu kennen in ein Auto steigen und einfach darauf losfahren? Nichts geht ohne ein gewisses Basiswissen und Grundverst√§ndnis.

Kurz gesagt ist Forex das Traden mit Devisen bzw. W√§hrungen. Dabei setzt man darauf, ob ein W√§hrungskurs gegen√ľber einem anderen steigt oder f√§llt. Dabei wirken sich viele Faktoren auf die W√§hrungskurse aus und beeinflussen diese.

Zus√§tzlich empfehlen wir Ihnen sich die wichtigsten und g√§ngigsten Forex Begriffe zu Gem√ľte zu f√ľhren. Dabei erfahren Sie was W√§hrungspaare, was ein Pip oder ein Lot ist und was einen guten Broker ausmacht. Auf jeden Fall m√ľssen sie noch lernen, was ein Margin, ein Hebel, der Stop-Loss und der Take Profit sind.

Mit diesem Basiswissen wird Ihnen der Einstieg in die Welt von Forex spielend leicht fallen. So macht Forex lernen nicht nur Spaß, sondern weckt auch die Trading-Lust in Ihnen.

2. Den richtigen Forex Broker finden

 

Die Wahl des richtigen¬†Forex Broker¬†ist ein entscheidender Faktor f√ľr den Erfolg beim Traden. Hierbei sollten Sie nichts √ľberst√ľrzen, denn durch die Vielzahl der Anbieter, ist es oft sehr schwierig eine schnelle Wahl zu treffen.

Ausschlaggebend ist

  • das Handelsangebot,
  • die Handelsplattform,
  • die H√∂he der Geb√ľhren,
  • der Kundenservice

aber vor allem auch die Seriosität und Sicherheit des Forex Brokers.

3.  Eröffnen Sie ein Forex Demokonto

Nachdem Sie die Forex Grundlagen erlernt und Ihren Forex Broker gefunden haben, eröffnen Sie ein Demokonto. Dort können Sie sich nicht nur mit den Forex Brokern und Programmen vertraut machen, sondern auch ohne Risiko das Forex Traden erlernen. Jedoch bietet nicht jeder Broker ein kostenloses Demokonto. Forex.de erklärt Ihnen, wie Sie den richtigen Forex Broker finden.

Mit einem Demokonto können Sie Ihre Forex Strategy verfeinern, unterschiedliche Forex Strategies austesten und somit ohne Risiko Forex lernen. Doch nicht nur zum Erlernen des Tradings ist ein Demokonto hilfreich. Denn auch, wenn Sie bereits mit echtem Geld traden, können Sie neue Strategien im Demokonto ausprobieren und danach auf das Realkonto anwenden. Somit können Sie Ihr Forex Trading stätig weiter verbessern.

Top 3 Forex Broker mit Demokonto

Forex BrokerVorteileEmpfehlungLink
Etoro
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66 % der Konten von Privatinvestoren verlieren beim Trading von CFDs

4. Finden Sie Ihre Forex Strategy

Jeder Forex Trader muss f√ľr sich selbst die richtige Forex Strategy finden. Dabei k√∂nnen Lehrb√ľcher, Broker, Programme und Zeitschriften bei der Suche behilflich sein. Doch nur Sie selbst k√∂nnen herausfinden, welche Forex Strategy zu Ihnen und Ihrem Stil passt.

Wenn Sie einmal Ihre Forex Strategy gefunden haben, bleiben Sie auch dabei. Viele Trader bekommen nach den ersten Verlusten ein schlechtes Bauchgef√ľhl. Deswegen √§ndern Sie Ihre Strategien, greifen in laufende Trades ein und machen un√ľberlegte Aktionen. So hart es klingen mag, aber ,,Gef√ľhle‚Äú sind keine Trading Strategy und haben in der Welt des Forex Trading nichts verloren. Immerhin haben Sie Ihre Forex Trading Strategy aufgrund von auswertbaren und statistischen Gr√ľnden gew√§hlt. Demnach sollten Sie auch in schlechten Zeiten darauf vertrauen.

Wie bereits oben erw√§hnt ist ein Demokonto zum Testen und Verfeinern Ihrer Forex Strategy sehr hilfreich. Schlie√ülich sollten Sie erst mit echtem Geld traden, wenn Sie sich sicher sind, dass Ihre Forex Strategy gut ist. Denn auch in der Forex-Trading-Welt gilt: ‚Äě√úbung macht den Meister!‚Äú

5. Finger weg von Exoten

Forex Trading Anf√§nger sollten zu Beginn die Finger von Trades mit exotischen W√§hrungspaaren lassen. Da die W√§hrungskurse der Exoten oft gro√üen Schwankungen unterliegen und auch die Spreads meist sehr hoch sind, sind Trades mit Exoten eher etwas f√ľr erfahrene Forex Trader.

Beschr√§nken Sie sich lieber auf die¬†Hauptw√§hrungspaare ‚Äď die Majors. Die Trades mit diesen W√§hrungspaaren haben oftmals niedrigere Spreads und die Kurse sind meist nicht so stark schwankend wie bei den Exoten. Man kann also sagen, dass Trades mit Majors der ideale Start in die Forex-Trading-Welt sind.

6. Dokumentation und Analyse

Zwei der wichtigsten Schritte um erfolgreich zu Traden sind die Dokumentation und Analyse Ihrer Trades. Jeder einzelne Trade muss dokumentiert und analysiert werden, um herauszufinden, warum er erfolgreich war oder warum eben nicht. Legen Sie sich Fragen zurecht, welche Sie zu jedem abgeschlossenen Forex Trade beantworten. Diese Fragen könnten zum Beispiel lauten:

  • Welche Forex Signals haben mich veranlasst den Trade zu diesem Zeitpunkt zu t√§tigen?
  • Habe ich meinen Plan w√§hrend des Trades ver√§ndert?
  • Warum habe ich den Plan ge√§ndert?
  • Was mache ich beim n√§chsten Mal genauso?
  • Was¬†mache ich beim n√§chsten Mal anders?
  • Wann h√§tte ich meinen Stopp-Loss oder Take-Profit anpassen k√∂nnen?
  • Wie haben sich Nachrichten auf die W√§hrungskurse ausgewirkt und habe ich diese richtig gedeutet?

Wenn Sie einmal ein Dokumentations- und Analysesystem f√ľr sich gefunden haben sollten Sie, besser gesagt m√ľssen Sie, dieses System bei jedem Forex Trade anwenden. Dabei spielt es keine Rolle ob Sie mit dem Trade einen Gewinn oder Verlust gemacht haben. Denn wie hei√üt es so sch√∂n: ‚ÄěAus Fehlern lernt man!‚Äú Und nat√ľrlich gilt dies auch f√ľr das Forex lernen!

7. Seien Sie ständig auf dem neuesten Stand

Die Forex-Trading-Welt ist sehr schnelllebig. Dabei steuern viele unterschiedliche Einfl√ľsse die W√§hrungskurse und ver√§ndern diese. Politische Nachrichten haben zum Beispiel Einfl√ľsse auf die W√§hrungskurse ihrer L√§nder. Jede Aussage oder Handlung eines Pr√§sidenten wird auf die Waagschale gelegt und verursacht Schwankungen in den W√§hrungskursen.

Daher ist es f√ľr Forex Trader von gro√üer Wichtigkeit stets auf dem neuesten Stand zu sein. Viele Forex Broker stellen Ihnen relevante Informationen zur Verf√ľgung, welche als Forex Signals dienen. Doch solange Sie die Nachrichtenwelt und Ihre Trades st√§ndig im Auge behalten, k√∂nnen Sie schnell auf erwartete und unerwartete Nachrichten eingehen und √Ąnderungen an Ihren Trades vornehmen.

8. Planen Sie Ihre Tag und setzen Sie sich Ziele

Auch beim Forex Trading geht nichts ohne einen durchdachten Plan. Je strukturierter Sie arbeiten, desto höher werden Ihre Erfolgschancen beim Forex Trading sein. Dabei ist es sehr wichtig, den Plan auch strikt einzuhalten. Denn was hilft ein guter Plan, wenn man diesen nicht anwendet?

In Ihrer Tagesplanung d√ľrfen Pausen nicht fehlen!¬†Entfernen Sie sich von Ihrem Computer und kochen Sie sich was Leckeres, oder gehen Sie an die frische Luft. Wenn Sie zulange in der nervenaufreibenden Welt des Forex Tradings sind, m√ľssen Sie auch einmal abschalten k√∂nnen. L√∂sen Sie Ihre Gedanken von der Forex-Trading-Welt und tanken Sie wieder Energie.¬†Legen Sie sich Grenzen fest, wie viele Stunden am Tag Sie Traden. Als absolute Obergrenze sollten 9 Stunden am Tag dienen.

Machen Sie auch Pausen nach jedem Trade, um wieder runter zu kommen. Jeder erfolgreiche und negative Trade l√∂st Emotionen in einem aus. Das hei√üt, wenn Sie direkt nach einem Forex Trade den n√§chsten durchf√ľhren, werden Sie von Ihren Gef√ľhlen beeinflusst. Dadurch entsteht die Gefahr des Overtradings und gro√üer Verluste.

Deshalb ist es auch sinnvoll Tages- und Wochenziele f√ľr das Forex Trading festzusetzen. Richten Sie Ihren Plan danach aus und halten Sie Ihre eigenen Regeln ein. Ein Tagesziel k√∂nnte zum Beispiel sein, nach 3 erfolgreichen / 2 negativen Trades den Trading Tag zu beenden. Wochenziele hingegen k√∂nnen sein, dass Sie sich eine Verlust- und Gewinngrenze setzen.

Infografik zum Thema Forex Trading
Infografik: Das sollten Sie √ľber den Forex-Markt wissen! Bildquelle: forex.de

Wie funktioniert der FX-Handel?

Die meisten Forex Broker bieten auch einen umfassenden Schulungsbereich an. Hier erhalten Sie hilfreiche Informationen √ľber die wichtigsten Grundlagen und k√∂nnen sich die Handelsplattform direkt ansehen.

Frank Wiedemann erkl√§rt in diesem Video wie der FX-Handel funktioniert und bringt Ihnen die wichtigsten Begriffe n√§her.

Forex Deutschland: die wichtigsten Forex Begriffe

Wenn man sich mit Forex-Trading besch√§ftigt, bekommt man des √Ėfteren Fachbegriffe zu Gesicht, die ohne weitere Definition nicht verst√§ndlich sind. F√ľr diesen Fall haben wir Ihnen einen Ratgeber erstellt, der sich mit den wichtigsten Begriffen rund um das Thema Forex-Trading besch√§ftigt. Wenn Ihnen ein Begriff nicht gel√§ufig ist, k√∂nnen Sie einfach hier nachschlagen und haben alles auf einen Blick parat.

Was ist ein Währungspaar?

Ein W√§hrungspaar ist die Gegen√ľberstellung zweier W√§hrungskurse. Dabei wird immer angenommen, dass man eine Geldeinheit vom Basiswert, der erstgeschriebenen, besitzt und wieviel man daf√ľr von der Kursw√§hrung, der zweitgeschriebenen, bekommt. Bei einem W√§hrungspaar von EUR/USD 1,2000, bekommt man f√ľr einen Euro (der Basisw√§hrung) insgesamt 1,2000 US-Dollar (der Kursw√§hrung). Daher ist das W√§hrungspaar immer in der W√§hrung der Kursw√§hrung angegeben. So ist der Wert des W√§hrungspaares EUR/USD in USD angegeben. 

Die wichtigsten Währungspaare

Die wichtigsten und auch meistgehandelten W√§hrungspaare sind ausschlie√ülich mit dem US-Dollar verbunden. Dabei ist die klare Nummer eins das W√§hrungspaar EUR/USD. Jedes W√§hrungspaar hat in der Forex-Sprachwelt den Namen EURO bekommen. Hier listen wir Ihnen die wichtigsten W√§hrungspaare samt dem Fachausdr√ľcken auf:

Währungspaar

Fachausdruck

EUR/USD

Euro

GBP/USD

Cable

USD/CHF

Swissy

USD/JPY

Yen

AUD/USD

Aussie

NZD/USD

Kiwi

USD/CAD

Loonie

Abk√ľrzungen f√ľr die wichtigsten W√§hrungen

  • der US-Dollar (USD)
  • der Euro (EUR)
  • das britische Pfund (GBP)
  • der Schweizer Franken (CHF)
  • der kanadische Dollar (CAD)
  • der australische Dollar (AUD)
  • der neuseel√§ndische Dollar (NZD)
  • und der japanische Yen (JPY)

Was ist ein Währungskreuz?

Ein W√§hrungskreuz ist ein W√§hrungspaar, welches aus den wichtigsten W√§hrungen besteht, jedoch nicht den US-Dollar beinhaltet. Diese W√§hrungskreuze werden zwar nicht so oft getradet wie die oben genannten W√§hrungspaare, spielen aber dennoch eine wichtige Rolle auf dem Finanzmarkt.

Was sind Majors & Minors?

Oftmals werden Ihnen die Begriffe Majors und Minors beim Forex Trading unterkommen. Dabei werden unter Majors die wichtigsten Währungen zusammengefasst Рman spricht also von den Hauptwährungspaaren.

Minors hingegen sind jene W√§hrungen, welche nicht in dieser H√§ufigkeit und Gr√∂√üe gehandelt werden und dadurch nur einen kleineren Bereich des Devisenmarktes einnehmen (Nebenw√§hrungspaare). Bekannte W√§hrungen sind hier der Mexikanische Peso (MXN), der S√ľdafrikanische Rand (ZAR) oder der Russische Rubel (RBL).

Forex Anf√§nger sollten sich am Beginn eher mit Majors traden. Da die W√§hrungskurse der Minors √ľblicherweise gr√∂√üeren Schwankungen unterliegen, sollten damit nur Experten traden.

Was ist ein Ask bzw. ein Bid Kurs?

Der Forex Broker stellt mit dem Ask- und dem Bid-Kurs zwei Preise f√ľr ein W√§hrungspaar dar. Der Ask-Kurs ist der Verkaufskurs und somit der Preis, den ein Trader erzielen will, wenn er seine W√§hrung verkauft. Dies ist also der bestm√∂gliche Preis, zu dem Sie aktuell eine W√§hrung kaufen k√∂nnen. Der Ask-Preis wird auch als Briefkurs, Buy Price oder Offer Price bezeichnet.

Der Bid-Kurs ist das Gegenst√ľck zum Ask-Kurs und beschreibt den Preis, den Sie f√ľr den Verkauf einer W√§hrung erzielen k√∂nnen. Der Bid-Kurs wird auch als Geldkurs oder Sell Price bezeichnet und ist immer niedriger als der Ask-Kurs.

Das ist der Spread?

Als Spread bezeichnet man die Differenz zwischen Ask- und Bid-Kurs. Bei einem W√§hrungshandel erh√§lt der Broker diese Differenz als Entlohnung f√ľr seine Arbeit. Der K√§ufer zahlt den Ask-Kurs, der Verk√§ufer erh√§lt den Bid-Kurs und der Broker begn√ľgt sich mit dem Spread. Der Spread wird grunds√§tzlich in Pips angegeben. Nicht alle Broker arbeiten mit einem fixen Spread, da dieser auch von der Liquidit√§t des Marktes abh√§ngt.

Was ist ein Pip?

Die kleinste gemessene √Ąnderung des Kurses von einem W√§hrungspaar wird in Pips dargestellt. Pip ist die Abk√ľrzung f√ľr percentage in point. In der Regel handelt es sich um die vierte Nachkommastelle des Kurses. Kauft man zum Beispiel EUR/USD f√ľr 1,1101 $ und verkauft f√ľr 1,1105, hat man bei diesem Trade 4 Pips Gewinn erzielt. Bei W√§hrungspaaren mit dem Japanischen Yen (JPY) wird √ľbrigens bereits die zweite Nachkommastelle als Pip bezeichnet, weil der Yen im Vergleich zu anderen W√§hrungen wenig wert ist.

Was ist ein Lot?

Das Handelsvolumen beim Forex-Handel wird in Lot angegeben. Ein Standard-Lot sind dabei 100.000 Einheiten einer W√§hrung. In der Vergangenheit war es nur m√∂glich, W√§hrungen in Standard-Lots zu handeln. Mittlerweile haben die Broker das Volumen durch Mini-, Micro- sowie Nano-Lots erweitert. Diese haben ein Volumen von 10.000, 1.000 sowie 100 Einheiten der W√§hrung. Das gro√üe Volumen ist beim W√§hrungshandel aufgrund der geringen Kurs√§nderungen um nur wenige Pips notwendig. Wer am Anfang Vorsicht walten lassen will, nutzt die kleinen Handelsvolumina.

Wie funktioniert der Hebel?

Die Hebelwirkung ist im Devisenhandel sehr wichtig, da sonst die Gewinne sehr gering w√§ren. Bei einem¬†Hebel von 100:1 muss der Trader nur ein Prozent der eigentlichen Handelssumme zur Deckung der Verluste bereitstellen. Den restlichen Betrag √ľbernimmt der¬†Broker. Der Trader hat nur eine Sicherheitsleistung zu hinterlegen, die sogenannte¬†Margin. Diese ist je nach Gr√∂√üe des Hebels unterschiedlich hoch. Die g√§ngigen Hebel, mit denen Broker arbeiten, gehen bis zu 400:1.

Dabei ist es aber wichtig zu verstehen, dass nicht nur die Gewinne, sondern auch die Verluste durch die Hebelwirkung stark vergr√∂√üert werden. Bei kleinen Kursver√§nderungen hat dies in der Regel nur kleine Verluste zur Folge, bei gro√üen Kursspr√ľngen hingegen k√∂nnen die Verluste stark anwachsen.

Handelt man hingegen ohne Hebel, liegen die Gewinne oder Verluste im Cent-Bereich, da bereits eine Kursveränderung von einigen wenigen Pips Kauf- und Verkaufsentscheidungen hervorruft. Der Hebel wird im Englischen als Leverage bezeichnet.

Was ist die Margin?

Die Margin ist die zu erbringende Sicherheit f√ľr einen Trade und daher quasi der Einsatz, den man f√ľr einen Trade ben√∂tigt. Die Margin ergibt sich aus dem Hebel und umgekehrt. Liegt der Hebel bei 100:1, betr√§gt die Margin 1 Prozent, d.h. man muss beim Abschluss des Handels 1 Prozent des Handelsvolumens √ľber das Trading-Konto abdecken. Entsprechend liegt die Margin bei 5 Prozent, wenn der Hebel 20:1 ist, und bei 0,5 Prozent, wenn der Hebel 200:1 ist.

Was ist ein Margin Call?

Sind offene Positionen auf dem Konto des Traders vorhanden und es entsteht ein Verlust, der auch die Margin erschöpft hat, kann der Broker den Margin Call ausrufen. Der Trader muss daraufhin sein Guthaben wieder aufstocken, ansonsten werden die Positionen geschlossen und etwaige Gewinne können nicht mehr generiert werden.

Was ist eine Market Order (Market Execution)?

F√ľhrt man eine Transaktion als Market Order aus, wird diese sofort zum Bid- oder Ask-Kurs ausgef√ľhrt. Es bestehen keine Beschr√§nkungen hinsichtlich der Kurse, so dass immer der aktuelle Kurs die Grundlage bietet. Im Vergleich zur Limit Order ist dies mit einem Nachteil verbunden: Kommt es w√§hrend der Eingabe zu einer kurzfristigen Wende in der Kursentwicklung, k√∂nnen Trades, die eben noch lukrativ waren, zu Verlusten f√ľhren. Eine Limit Order ist also die sichere Variante.

Was ist eine Limit Order (Pending Order)?

Bei der Limit Order wird eine Transaktion erst ausgef√ľhrt, wenn beim Kauf eine bestimmte Obergrenze unterschritten bzw. beim Verkauf eine bestimmte Untergrenze √ľberschritten wurde. Diese Grenzen m√ľssen bei der Abgabe der Order genauso wie der Zeitraum, in dem die Order ausgef√ľhrt werden soll, angegeben werden.

Was ist eine Buy Limit Order?

Eine Buy Limit Order f√ľhrt einen Kauf aus, wenn der Kurs unterhalb des ausgew√§hlten H√∂chstkurses liegt. Man wartet somit auf einen besseren als den aktuellen Marktpreis, muss daf√ľr aber nicht zwingend den Kursverlauf jede Sekunde im Auge behalten. Die Order wird bei Erreichen des Limits automatisch ausgef√ľhrt. Eine Buy Limit Order eignet sich vor allem f√ľr den Kauf an Unterst√ľtzungen.

Was ist eine Sell Limit Order?

Die Sell Limit Order (short) ist das Gegenst√ľck zur Buy Limit Order (long). Sie wird ausgel√∂st, wenn der Kursverlauf einen voreingestellten Preis √ľberschreitet. Eine Sell Limit Order eignet sich vor allem f√ľr den Verkauf an Widerst√§nden.

Was ist eine Buy Stop Order?

Bei der Buy Stop Order geht man wieder von steigenden Kursen aus, wartet aber noch mit dem Einstieg. Es wird ein bestimmtes Kursniveau oberhalb des aktuellen Kurses gew√§hlt. Wird dieses Niveau erreicht, wird die Order ausgef√ľhrt und man geht long. Diese Art der Order wird von Tradern aber relativ selten verwendet.

Was ist eine Sell Stop Order?

Mit der Sell Stop Order legt man ein Kursniveau fest, das unter dem aktuellen Marktpreis liegt. Wird dieses Niveau erreicht, wird die Order ausgef√ľhrt und man geht short. Diese Order-Art wird genutzt, wenn man mit weiterhin sinkenden Kursen rechnet, sobald eine W√§hrung auf einen bestimmten Kurs gefallen ist.

Was ist der Stop Loss?

Mit einem Stop Loss wird ein Kurslimit festgelegt, bei dem eine offene Position automatisch geschlossen wird. Somit dient der Stop Loss der Absicherung gegen h√∂here Verluste. Bereits w√§hrend der Abgabe der Order kann man zu jeder Position einen Stop Loss setzen.

Kommt es zu starken Kursver√§nderungen in kurzer Zeit, kann die Ausf√ľhrung der Order auch zu einem anderen Kurs als der vorher bestimmten geschehen. Das liegt daran, dass die Order mit dem n√§chsten verf√ľgbaren Kurs ausgef√ľhrt wird. Bewegt sich der Markt sehr schnell, man spricht in so einem Fall auch von ‚Äědurchschie√üen‚Äú, kann es sein, dass der n√§chste verf√ľgbare Kurs schlechter ist als der eigentliche Stop Loss. Auch √ľber das Wochenende offene Positionen haben dadurch ein erh√∂htes Risiko.

Was ist ein Trailing Stop?

Ein Verfahren zur Risikobegrenzung ist das Setzen eines Stop Loss. Entwickelt sich der Kurs wie gew√ľnscht, ist es √ľblich, den Stop Loss auf den Break-Even-Point zu verschieben, so dass man den Trade zumindest ohne Verlust beendet. Mit einem Trailing Stop kann man dieses Verfahren automatisieren. Die Stop Loss Order wird dann erstellt, wenn der Gewinn gleich oder h√∂her ist als der eingestellte Wert. Dabei ‚Äěverfolgt‚Äú das neue Stop-Loss-Niveau den Preis, so dass man eine lukrativere Art der Absicherung erh√§lt.

Was ist der Take Profit Wert?

Take Profit ist der Gegenpart zum Stop Loss und er ermöglicht die Gewinnmitnahme, wenn ein vorher definiertes Kursziel erreicht wird. Sobald der Kurs den Take-Profit-Wert erreicht, wird die Position automatisch geschlossen. Den Take-Profit-Wert kann man bereits während der Order einstellen.

Was ist eine Iceberg Order?

Bei einer Iceberg Order ist das tatsächliche Volumen vor den anderen Marktteilnehmern verborgen. Nur ein kleiner Teil, die Spitze des Eisbergs, ist davon ersichtlich. Grundsätzlich institutionelle Anleger wie Banken und Versicherungen nutzen Iceberg Orders, um die Gefahr starker Kursbewegungen zu minimieren. Auch können große Handelsvolumina die anderen Marktteilnehmer beeinflussen.

Was ist eine Hidden Order?

Eine Hidden Order geht einen Schritt weiter als die Iceberg Order. Hier wird die Order komplett vor den anderen Marktteilnehmern versteckt und weder in den Marktdaten noch im Orderbuch erkennbar. Hidden Orders m√ľssen ein bestimmtes Mindestordervolumen erf√ľllen, welches durch die ESMA (European Securities and Markets Authority) festgelegt wird. Dabei haben sie jedoch eine geringere Priorit√§t als eine sichtbare Order. Bei gleichem Preislimit werden also zuerst die sichtbaren Orders ausgef√ľhrt.

Was bedeutet Position eröffnen bzw. schließen?

Eine Position zu er√∂ffnen bedeutet, dass man ein oder mehrere Lots kauft bzw. verkauft. Er√∂ffnet man eine Position, ist dies mit dem Einstieg in den Markt verbunden. Daf√ľr nutzt man eine Order, die quasi als Anweisung f√ľr den Broker dient. Wird die Position durch den Verkauf der long-Position oder den Kauf der short-Position wieder geschlossen, verl√§sst man den Markt wieder. Als Synonym f√ľr das Schlie√üen einer Position gilt auch glattstellen.

Was bedeutet long oder short gehen?

‚ÄěLong gehen‚Äú bedeutet an der B√∂rse, dass man ein Finanzprodukt kauft, ‚Äěshort gehen‚Äú bedeutet, dass man es verkauft. Gleiches gilt auch f√ľr den Devisenhandel. Hier kann man von steigenden Kursen, aber eben auch von fallenden profitieren. Rechnet man mit steigenden Kursen, geht man long und kauft die entsprechende W√§hrung. Hat man sein Kursziel erreicht, verkauft man sie wieder.

Rechnet man nun aber mit sinkenden Kursen, geht man short und verkauft zun√§chst die W√§hrung. Dabei ist es unerheblich, dass man keine Einheiten dieser W√§hrung besitzt, den Verkauf √ľbernimmt der Broker. Nach dem Schlie√üen der Position muss man die W√§hrung jedoch vom Broker ‚Äězur√ľckkaufen‚Äú.

Hier ist zu bedenken, dass man beim Devisenhandel immer short und long geht. Das liegt daran, weil Währungen immer in Paaren gehandelt werden. Kauft man also beispielsweise US-Dollar und bezahlt in Britischen Pfund, geht man long auf GBP/USD. Dabei geht man gleichzeitig short auf Britische Pfund, da man ja quasi mit ihnen die US-Dollar bezahlt. Auf GBP/USD long zu gehen ist also das Gleiche wie auf USD/GBP short zu gehen.

Was ist die Basiswährung und die Kurswährung?

W√§hrungen werden am Devisenmarkt immer als W√§hrungspaare gehandelt. W√§hrend die erste W√§hrung aus einem W√§hrungspaar Basisw√§hrung genannt wird, wird die zweite W√§hrung als Kursw√§hrung bezeichnet. Die englischen Begriffe daf√ľr sind base currency (Basisw√§hrung) und quote currency (Kursw√§hrung). Dabei ist die Basisw√§hrung die W√§hrung, die Sie kaufen, und die Kursw√§hrung ist die, in der Sie bezahlen.

Wenn man beispielsweise beim W√§hrungspaar EUR/USD long geht, kauft man Euro und bezahlt mit US-Dollar. Der Kurs beschreibt dabei den Kaufpreis in Dollar f√ľr einen Euro.

Was sind Cross Currencies?

Beim Devisenhandel nehmen W√§hrungspaare mit US-Dollar das gr√∂√üte Handelsvolumen auf. Bei mehr als 80 Prozent aller Handelsaktivit√§ten am Devisenmarkt ist der US-Dollar beteiligt. Nat√ľrlich gibt es noch andere W√§hrungspaare wie EUR/GBP oder GBP/JPY. Diese W√§hrungspaare, bei denen der US-Dollar nicht beteiligt ist, werden als Cross Currencies bezeichnet. Die Liquidit√§t und das Handelsvolumen ist bei den Cross Currencies geringer. Aufgrund der schlechteren Handelbarkeit ist der Spread bei solchen W√§hrungspaaren in der Regel etwas h√∂her.

Was sind Unterst√ľtzungen und Widerst√§nde in der Chartanalyse?

In der Chartanalyse spricht man von Widerst√§nden und Unterst√ľtzungen, um Kursverl√§ufe zu beschreiben. Wenn ein Kurs in einem Aufw√§rtstrend einen bestimmten Kursstand h√§ufiger nicht √ľberschreiten kann, spricht man von einem Widerstand. Der Kurs ‚Äěprallt‚Äú sozusagen immer wieder nach unten ab. Gelingt der Sprung √ľber den Widerstand dann doch, ist dies ein Signal f√ľr den Trader zum Kauf.

Dieser durchbrochene Widerstand wird daraufhin zur neuen Unterst√ľtzung. Eine Unterst√ľtzung ist wie der Widerstand eine scheinbare Barriere, die der Kurs nicht ohne Weiteres durchbrechen kann. Dabei ist die Unterst√ľtzung nat√ľrlich der Gegenpart zum Widerstand und wird nicht nach unten durchbrochen, so dass der Kurs immer wieder nach oben ‚Äěabprallt‚Äú. Genau wie beim Widerstand kehrt sich auch nach dem Durchbruch einer Unterst√ľtzung dessen Funktion um und sie wird zum Widerstand.

Unterst√ľtzungen und Widerst√§nde eignen sich sehr gut, um Einstiegs- und Ausstiegspunkte, auch Entry- und Exit-Punkte genannt, zu finden. Das hei√üt, allein auf der Grundlage des Charts k√∂nnen Trader ohne weitere Hilfsmittel bereits Handelsentscheidungen treffen. Die Unterst√ľtzungen und Widerst√§nde k√∂nnen Aufschluss √ľber die k√ľnftige Kursentwicklung geben. Dabei ist zu beachten, dass, je gr√∂√üer der betrachtete Zeitraum ist, desto wichtiger werden die Unterst√ľtzungs- und Widerstandslevel.

Was sind Handelszeiten?

Mit Devisen wird weltweit gehandelt und weil sich die B√∂rsenzeiten der gro√üen B√∂rsen √ľberschneiden, ist es sogar m√∂glich, rund um die Uhr mit W√§hrungen zu handeln. Nur am Wochenende haben alle B√∂rsen geschlossen.

In Deutschland kann man bereits ab Sonntagabend um 23 Uhr (GMT+1) mit dem Traden beginnen, weil es dann nach australischer Zeit 9 Uhr am Montag ist und die Börse in Sydney öffnet. Danach öffnen dann auch die Börsen in Tokio (Start um 1 Uhr GMT+1), Hongkong und Moskau, bevor dann in London und Frankfurt um 9 Uhr begonnen wird. In New York öffnet sich der Markt um 15 Uhr.

Wichtig sind die Handelszeiten, um zu wissen, wann auf dem Markt reges Treiben herrscht. Im Forex-Handel versucht man die Volatilität zu seinem Vorteil zu nutzen, das heißt, man versucht, aus den Schwankungen der Währungskurse Gewinne zu generieren. Dies ist besonders bei einem hohen Handelsvolumen gegeben.

Wenn sich nun wichtige Handelspl√§tze √ľberschneiden, f√ľhrt das zu einem Anstieg der Handelsaktivit√§ten. Wenn die B√∂rsen in Europa √∂ffnen, ist mit einer erh√∂hten Trading-Aktivit√§t zu rechnen, weil die Marktteilnehmer auf die Nachrichten des letzten Tages und die Umst√§nde auf den asiatischen M√§rkten reagieren.

Das gr√∂√üte Handelsvolumen tritt meist zwischen 15 und 17 Uhr (GMT+1) auf, da sich hier die Handelszeiten der drei gro√üen B√∂rsen Frankfurt, London und New York √ľberschneiden. Sie haben aber dennoch rund um die Uhr die M√∂glichkeit, mit dem Devisenhandel Gewinne einzufahren.

Wer gerne nachts arbeitet und die Gegebenheiten auf dem ruhigeren asiatischen Markt nutzen m√∂chte, kann unter dem Begriff Scalping eine Strategie entdecken, die von kleinen Kursbewegungen profitiert.

Das gr√∂√üte Handelsvolumen wird √ľbrigens in London abgewickelt. 37 Prozent des globalen Devisenhandels konnten im Jahr 2016 in London verzeichnet werden, in Frankfurt waren es immerhin noch 20 Prozent. Ob dies auch in Zukunft so sein wird, bleibt ob des Brexits abzuwarten. Da ein Gro√üteil der Bankangestellten aus London umziehen werden, k√∂nnte sich der europ√§ische Handel weiter nach Frankfurt verlagern. Einen gro√üen Einfluss auf das Handelsvolumen wird dies aber wahrscheinlich nicht haben.

Was ist Scalping?

Beim Scalping verfolgt man das Ziel, Positionen nur kurz offen zu halten und kleine, daf√ľr aber viele Gewinne zu generieren. Die Positionen werden dabei bis maximal zwei Minuten offengehalten, oft auch nur wenige Sekunden. Sind die Intervalle l√§nger als zwei Minuten, gilt es nicht mehr als Scalping, sondern als Intraday-Trading. Die Gewinne liegen bei einem bis f√ľnf Pips pro Trade, so dass eine gro√üe Anzahl an Positionen und ein gro√üer Hebel erforderlich ist, damit die Strategie lukrativ wird. Auch die Lot-Gr√∂√üe ist hier entscheidend. Mit den Standard-Lots kann man nat√ľrlich deutlich h√∂here Gewinne einfahren, als wenn man mit einem Micro-Lot 1 Pip Plus macht.

Allerdings ist diese Strategie nicht unbedingt f√ľr Anf√§nger geeignet. Da mit einem hohen Hebel und mit den gro√üen Lot-Gr√∂√üen gearbeitet wird, k√∂nnen Laien ihr Handelskapital schnell aufbrauchen. Dar√ľber hinaus erfordert es einiges an Erfahrung, um mit der nervlichen Belastung zurechtzukommen, und einiges an Disziplin, um die Strategie optimal zu verfolgen. Dar√ľber hinaus verwenden ‚ÄěScalper‚Äú, wie die Anwender dieser Strategie auch genannt werden, selten Stop-Loss oder Take-Profit-Funktionen, weil es einfach zu lange dauert, diese zu bestimmen.

Was sind Candlestick Charts?

Die beliebteste Form der Chartdarstellung unter Tradern ist die Candlestick-Variante. Wie der Name vermuten l√§sst, werden die Kurse hier in Form von Kerzen dargestellt. Die Kerzen haben dabei zwei unterschiedliche Farben. Je nach Software ist dies meist rot f√ľr sinkende Kurse und gr√ľn f√ľr steigende Kurse. Aber auch schwarze und wei√üe Darstellungen sind ebenso m√∂glich wie individuelle Einstellungen.

Der unterste Punkt der Kerze zeigt den niedrigsten Kurs an, der in diesem Intervall erreicht wurde, der oberste Punkt zeigt den h√∂chsten Kurs an. Der Kerzenk√∂rper zeigt den Er√∂ffnungs- und Schlusskurs f√ľr dieses Intervall. Bei einer ‚Äěpositiven‚Äú Kerze ist der obere Rand des Kerzenk√∂rpers der Schlusskurs und der untere Rand der Er√∂ffnungskurs. Bei einer Kerze, die sinkende Kurse darstellt, ist es logischerweise umgekehrt.

Was ist das Chance-Risiko-Verhältnis?

Das Chance-Risiko-Verh√§ltnis beschreibt den m√∂glichen Gewinn im Verh√§ltnis zum eingesetzten Kapital. Die Chance ist der Betrag, den man mit dem Trade realisieren kann, und das Risiko ist der Einsatz, den man f√ľr diesen Trade heranzieht. Wenn man zum Beispiel 20 Euro einsetzt und das Kursziel so setzt, dass man 40 Euro erreichen kann, ist das Chance-Risiko-Verh√§ltnis 40:20 bzw. 2:1.

Was ist Risikomanagement?

Ein wichtiger Begriff, den viele Trading-Anf√§nger gerne mal ignorieren, ist das richtige Risikomanagement, auch Geldmanagement genannt. Nicht nur eine gute Strategie ist auf dem Weg zum Erfolg hilfreich, auch eine sinnvolle Verwaltung und Aufteilung des Trading-Kapitals ist daf√ľr von Bedeutung.

Sein Trading-Kapital kann man sich nach unterschiedlichen Methoden einteilen. Als gute Faustregeln f√ľr Anf√§nger gelten folgende Kapitalaufteilungen:

  • Man sollte genug Kapital f√ľr mindestens 50 Trades haben.
  • Man sollte nie mehr als 2,5 Prozent seines Kapitals in einen Trade investieren.

Dabei ist es nicht erforderlich, sich haargenau an solche Vorgaben zu halten. Eine Ann√§herung an solch ein konservatives System ist aber vor allem f√ľr Anf√§nger geeignet, damit die Trading-Karriere nicht nach den ersten Schritten schon wieder vorbei ist. Die H√∂he des Gesamtkapitals bleibt nat√ľrlich jedem selbst √ľberlassen. Wer das Risiko mag und √ľber genug Kapital verf√ľgt, das er nicht zum Leben ben√∂tigt, kann auch gerne mit einem h√∂heren Grundkapital starten. Anf√§nger sollten in der Regel jedoch mit ein paar hundert Euro beginnen und pro Trade nur bis zu f√ľnf Euro riskieren.

Wie berechnet man das Return on Investment?

Als Return on Investment (ROI) oder Kapitalrendite wird das Verh√§ltnis vom investierten Kapital und dem erzielten Gewinn bezeichnet. Mit dem ROI errechnet man, wie rentabel ein Investment gewesen ist. Bei Forex l√§sst sich mit dem ROI ermitteln, wie rentabel man in der zur√ľckliegenden Zeit gehandelt hat.

Den ROI kann man beispielsweise f√ľr einen einzelnen Trade oder auch f√ľr Zeitr√§ume berechnen. Dazu folgende Beispiele:

  • Investiert man in einen Trade 50 Euro und erh√§lt 55 Euro zur√ľck, liegt der ROI bei 10 Prozent.
  • Beginnt man den Monat mit 500 Euro und am Monatsende ist das Trading-Kapital auf 600 Euro angewachsen, betr√§gt der ROI 20 Prozent.

Was ist eine Fundamentalanalyse?

Bei der Fundamentalanalyse werden zahlreiche Wirtschaftsdaten ber√ľcksichtigt, um damit R√ľckschl√ľsse auf die wirtschaftliche Entwicklung zu schlie√üen. Dazu werden beispielsweise Arbeitsmarktdaten, Produktionskapazit√§ten, das Verbraucherverhalten und Finanznachrichten betrachtet. Hierdurch wird es m√∂glich, vergangene Kursbewegungen zu erkl√§ren und unter Umst√§nden auch zuk√ľnftige Bewegungen vorherzusagen.

Die Fundamentalanalyse ist hierbei in erster Linie f√ľr mittel- bis langfristige Einsch√§tzungen der Entwicklung hilfreich. Deshalb sind die meisten Trader Verfechter der technischen Analyse. Jedoch gilt auch im Devisenhandel, dass der Wert der W√§hrungen auf den wirtschaftlichen Verh√§ltnissen des Landes bzw. der Region beruht. Ver√§ndern sich nun die Wirtschaftsverh√§ltnisse, √§ndert sich auch der Wert. Jedoch ist es nicht sinnvoll, im Devisenhandel nur auf die Fundamentalanalyse zur√ľckzugreifen.

Andernfalls ist es aber auch nicht empfehlenswert, nur auf die technische Analyse zu bauen. Kurz vor und nach der Bekanntgabe wichtiger Wirtschaftskennzahlen unterliegt auch der Forex-Markt größeren Schwankungen, die von der technischen Analyse weder vorhergesagt noch richtig gedeutet werden können. Der richtige Weg liegt also wie immer irgendwo in der Mitte.

Was ist die Technische Analyse?

Die technische Analyse ist das Gegenst√ľck zur Fundamentalanalyse. Durch die Auswertung von vorangegangenen Kursverl√§ufen sollen zuk√ľnftige Preisentwicklungen prognostiziert werden. Daher beruhen auch viele Trading-Strategien auf den Grundlagen der technischen Analyse. F√ľr die Analyse und zum Finden von Einstiegspunkten werden in den Kurscharts technische Indikatoren verwendet.

Die Prognose √ľber eine technische Analyse ist m√∂glich, da die Perioden der Kursentwicklung aus erkennbaren und wiederkehrenden Mustern bestehen. Je nachdem, in welchem Zeitrahmen man handelt, muss die Analyse der Kursentwicklung anders vonstattengehen. Intraday-Trader nutzen beispielsweise Charts mit einem k√ľrzeren Zeitintervall als Wochen-Trader und verwenden andere technische Indikatoren zur Best√§tigung ihrer Handelsentscheidungen.

Man darf sich jedoch nicht nur auf die technischen Indikatoren verlassen. Es ist nötig, alle Informationen, also auch die aus der Fundamentalanalyse, in die Handelsentscheidungen einfließen zu lassen. Des Weiteren lassen sich in den Chartverläufen auch Muster ohne technische Indikatoren erkennen. Diese lauten z.B.:

  • Kopf-Schulter-Muster (Head and Shoulders)
  • Double-Top / Double-Bottom
  • Symmetrisches Dreieck, fallendes Dreieck, steigendes Dreieck

Was sind Technische Indikatoren?

Technische Indikatoren sind Hilfsmittel f√ľr die technische Analyse. Sie sind mathematische Formeln und sammeln Informationen aus den zur√ľckliegenden Kursverl√§ufen, um daraus Prognosen abzuleiten. Dabei werden keinerlei wirtschaftliche Kennzahlen wie bei der Fundamentalanalyse genutzt, sondern nur die Informationen aus den Kursverl√§ufen. Technische Indikatoren sind mittlerweile nicht mehr den Profis vorbehalten, sondern k√∂nnen aufgrund der technischen Entwicklung auch von allen privaten Tradern genutzt werden.

Je nach Anbieter oder Trading-Software hat man unterschiedliche technische Indikatoren zur Auswahl. Es gibt insgesamt mehrere hundert oder gar tausende solcher Indikatoren und es kommen stetig neue hinzu. Man muss wahrlich nicht alle kennen, aber mit den Indikatoren, die man bereits genutzt hat oder die man noch nutzen will, sollte man sich gut auskennen. Einige der bekanntesten Indikatoren lauten:

  • Gleitende Durchschnitte (Moving Averages)
  • Bollinger B√§nder
  • Relative-Strength-Index (RSI)

Was ist Slippage?

Wenn man eine Market Order zu einem bestimmten Preis er√∂ffnen m√∂chte, der Broker aber in diesem Moment die Kurse neu quotiert, kann es zu einer Abweichung kommen. Diese Abweichung wird als Slippage bezeichnet. Dabei kommt dieses Ph√§nomen sowohl bei zur√ľckgehender Marktliquidit√§t vor, wenn viele Marktteilnehmer Entwicklungen, z.B. die Ver√∂ffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten, abwarten, bevor sie neue Orders abgeben, als auch bei sehr hoher Volatilit√§t. Es kann derweil zu einem negativen als auch zu einem positiven Slippage kommen. Man kann von der Abweichung also auch selbst profitieren, wenn der Broker eine positive Slippage zul√§sst.

Was ist die Volatilität?

Die Volatilität beschreibt die Schwankungsbreite von Kursen innerhalb eines Zeitraums. Die Kurse von unterschiedlichen Finanzinstrumenten wie Aktien, Währungen oder Rohstoffen unterliegen unterschiedlich starken Schwankungen. Eine hohe Volatilität liegt demnach vor, wenn ein Kurs sehr stark schwankt, was auf dem sehr liquiden Devisenmarkt häufig vorkommt.

Trader nutzen die Volatilit√§t zu ihrem Vorteil und generieren durch sie Gewinne. Aufgrund der Schwankungen sind nat√ľrlich auch Verluste m√∂glich, so dass nicht nur die Gewinnchance, sondern auch das Risiko in volatilen, also schwankenden M√§rkten steigt. Des Weiteren weisen unterschiedliche W√§hrungspaare unterschiedlich starke Schwankungen auf. Je nach Handelsstrategie wird auch eine andere Volatilit√§t ben√∂tigt. 

Was ist eine Handelsplattform?

Der Zugang des Traders zum Devisenhandel geschieht √ľber die Handelsplattform, auch Trading-Oberfl√§che genannt. Einige Broker bieten eigene Software an, damit man am Handel teilnehmen kann, andere haben eine Web-Oberfl√§che. Die bekannteste Software ist der MetaTrader, der von fast allen Brokern unterst√ľtzt wird.

Die verschiedenen Plattformen weisen Unterschiede in der Ausstattung auf, wie z.B. die Anzahl der Indikatoren und deren Nutzung sowie die Implementierung von Handelsautomatismen. Nat√ľrlich gibt es von vielen Brokern auch eine Handelsplattform f√ľr Smartphone und Tablet.

Was ist ein Dealing Desk Broker?

Ein Dealing Desk Broker stellt die Kurse selbst gegen seine Kunden und leitet die Order nicht direkt in den Markt. Weil der Dealing Desk Broker jede Kundenorder manuell √ľberpr√ľft, kann es zu sogenannten Re-Quotes kommen. Der Kurs wird neu ermittelt und das kann zum Nachteil des Traders ausfallen. Zur Gewinnerh√∂hung er√∂ffnen diese Broker h√§ufig eine Gegenposition zur Kundenorder. Im Vergleich zum No-Dealing Desk Broker haben diese Broker jedoch den Vorteil, dass sie in der Regel mit einem fixen Spread arbeiten.

Was ist ein No-Dealing Desk Broker (Non-Dealing Desk, NDD)?

Ein Broker, der nach dem No-Dealing-Desk-Prinzip arbeitet, leitet die Auftr√§ge seiner Kunden direkt an den Markt weiter. Diese Broker nehmen also nicht wie ein Dealing Desk Broker den Gegenpart zum Kunden ein, sondern agieren als ‚Äěechte‚Äú Broker. Dabei verdient diese Art Broker nur am Spread, der je nach Liquidit√§t des Marktes variabel ist.

Daf√ľr sind die Kurse ‚Äěrealer‚Äú, weil dieser Broker die tats√§chliche Breite des Marktes abdeckt. Au√üerdem k√∂nnte man vermuten, dass No-Dealing Desk Broker fairere Kurse anbieten als Dealing Desk Broker, weil sie nicht den Gegenpart zum Trader darstellen und somit keinen Vorteil aus dem Verlust des Traders ziehen. Nachgewiesen ist dies aber nicht.

Devisenhandel ‚Äď Beispiel:

Jeder von Ihnen kennt Foreign Exchange oder Devisenhandel bereits. Wer schon einmal in den Urlaub gefahren ist, in dem er nicht mit Euro bezahlen konnte, der musste den Euro in die Landesw√§hrung wechseln. Nehmen wir f√ľr unser Beispiel einfach an, dass Sie in die USA gereist sind und US-Dollar ben√∂tigt haben. Dann sind Sie vor Reisebeginn zur n√§chsten Bank gegangen und haben 1000 Euro in Dollar gewechselt. Da der Wechselkurs zu dieser Zeit bei EUR/USD 1,25 gelegen ist, haben Sie f√ľr Ihre 1000 Euro 1250 Dollar bekommen.

Danach sind Sie f√ľr zwei wundersch√∂ne Wochen nach New York City geflogen. Doch als Sie wieder nach Hause gekommen sind, haben Sie noch genau 125 Dollar in Ihrer Geldtasche gehabt. Jetzt k√∂nnte man annehmen, dass wenn Sie zur Bank gehen, Sie wieder genau 100 Euro bekommen sollten. Doch da in dieser Zeit der Kurs des Dollars gegen√ľber dem Euro angestiegen ist, hat sich auch das Verh√§ltnis EUR/USD ge√§ndert. Dieser steht jetzt bei EUR/USD 1,11. Dies bedeutet, dass Sie f√ľr einen Euro nicht mehr wie anfangs 1,25 Dollar bekommen, sondern nur mehr 1,11.

Jedoch ist diese Kursentwicklung ein Vorteil f√ľr Sie, da Sie mehr Euro f√ľr einen US-Dollar bekommen. Anfangs h√§tten Sie f√ľr einen Dollar 0,8 Euro bekommen. Dies l√§sst sich leicht errechnen, wenn Sie einen Euro durch den damaligen Kurs EUR/USD 1,25 dividieren.

In unserem Fall 1/1,25 = 0,8. Dass bedeutet, dass Sie bei dem urspr√ľnglichen Wechselkurs f√ľr einen US-Dollar 0,80 Euro bekommen h√§tten. Rechnen wir jedoch mit dem aktuellen Kurs, bekommen Sie f√ľr einen Dollar genau 0,90 Euro (1/1,11 = 0,90). Rechnet man dies auf Ihre 100 Dollar, die Sie noch in Ihrer Geldtasche haben auf, bekommen Sie von der Bank 90 Euro. Im Endeffekt bedeutet dies, dass Sie durch die Kurs√§nderungen der W√§hrungen ein Plus von 10 Euro gemacht haben.

Endlich bereit zum Traden?

Wenn Sie aufmerksam gewesen sind, sollten Ihnen nun die wichtigsten Begriffe aus dem¬†Forex-Trading¬†gel√§ufig sein. Diese bilden n√§mlich ‚Äď neben dem grunds√§tzlichen Verst√§ndnis f√ľr W√§hrungen und Kursverl√§ufe ‚Äď die Basis, um nachhaltig am Forex-Markt t√§tig sein zu k√∂nnen.

Wenn Sie bis hierhin gekommen sind, empfehlen wir Ihnen einen Blick auf unsere Ratgeber, die Ihnen weitere wichtige Informationen zum Forex-Trading liefern. W√§hlen Sie einen passenden Forex Broker aus und er√∂ffnen Sie ein Demokonto. Wir w√ľnschen Ihnen nun viel Erfolg auf dem Forex-Markt!

\"alfred\"

Autor:
Alfred Zeiselberger
Letzte √Ąnderung:
22.05.2020

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